„Es ist so schwül, so dumpfig hie …“ Diesen Satz spricht die wohl begehrteste Jungfrau der dramatischen Weltliteratur – Margarete – in „Faust I“. Nach der ersten Begegnung mit Faust eilt Gretchen aufgewühlt nach Hause. So beginnt die berühmte  Kästchenszene“. In Lutz Hübners Kabinettstückchen befinden wir uns mitten in einer Theaterprobe eben dieser Szene: Regisseur – Gretchen. Aber was für ein Regisseur? Ist Gretchen zickig, naiv, überdreht? Den Zuschauer erwartet ein witziges,  skurriles Panoptikum durch verschiedene Stereotypen der Theaterwelt. Da trifft die überdrehte Diva auf einen unerfahrenen Provinzregisseur, dort versucht eine durchgeistigte Dramaturgin einem von Terminen gehetzten Schauspieler ihre Vision  zu erklären. Wie auch immer, Hübner bringt den Zuschauer mit seinen äußerst treffend beobachteten Typen immer wieder zum Staunen und strapaziert vor allem die Lachmuskeln auf höchstem Niveau.

Titel der Produktion:
Regie:  Andreas Schlenger
Regieassistenz:  Angelika Vogts
Darsteller:
Musik:
Kostüme und Requisiten:
Bühnenbild:
Plakat und Programm:
Maske:
Beleuchtung:
Tontechnik:
Premiere:

 

In der “Galerie am Schloss” inszenierte das Ensemble lustvoll das Scheitern einer Theaterprobe. (…) Der Zuschauer ist, um es mit Faust zu sagen, am Ende “so klug als wie zuvor”, hat aber über das THeater einiges gelernt – und vor allem gelacht. (Kölner Stadt-Anzeiger)

Andreas Schlenger hat Regie geführt und bei allem Spaß darauf geachtet, dass keine Szene in den bloßen Klamauk abdriftet. Seine Darsteller bewiesen große Wandlungsfähigkeit und lieferten sämtlich präzise Charakterstudien, bei denen jede Geste saß. (Kölnische Rundschau, 29.10.2007)

 

 

 

 

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