Ab jetzt

von Alan Ayckbourn

Premiere: 1999

Jerome Watkins ist Komponist. Sein Tonstudio, in dem er alles, was sich an Leben um ihn herum abspielt, akustisch aufzeichnet, um es als Grundlage für seine Kompositionen zu nutzen, ist gewissermaßen die technische Verlängerung seiner selbst. Sein großes Projekt: Eine Komposition zum Thema Liebe. Zoe Mill von der Blaise Gillespie-Agentur, die Jerome mietet, um Corinna, seiner Ex-Frau, ein trautes Heim vorzutäuschen, kann hierzu nach der ersten und wohl auch letzten gemeinsam verbrachten Nacht nur bemerken: “Liebe? Wie kannst Du in einer Million Jahren je etwas beschreiben, was Du nicht mal erkennen kannst?” Eine menschliche Beziehung unterhält Jerome wohl nur zu Gou 300F, einer Maschine, die – ursprünglich als automatisches Kindermädchen entwickelt – inzwischen von ihm mit akustischen Versatzstücken von Corinna und Zoe programmiert worden ist.

Und dennoch hat auch Jerome Gefühle, Vatergefühle. Zumindest glaubt er, sie zu haben, und er versucht deshalb, das Sorgerecht für seine inzwischen 13jährige Tochter Geain zu bekommen. Dabei hat er allerdings das Bild der süßen Neunjährigen auf seiner letzten Videoaufnahme vor Augen, und Geain hat sich sehr verändert. Selbst Corinna, die als Bankfilialleiterin und auch sonst gewohnt ist, alles im Griff zu haben, muss gestehen, dass sie mit Geain nicht zurecht kommt und sie gerne bei Jerome loswerden möchte, es sei denn, Jerome lässt sich auf einen neuen Versuch des gemeinsamen Lebens zu dritt ein.

 

Titel der Produktion:  Ab jetzt
Regie:  Micka Berboth, Axel Gehring
Regieassistenz:  
Darsteller:  Axel Gehring, Gabi Kauka, Christiane Knoll, Kalle Pchalek, Sabine Scholtheis
Musik:  
Kostüme und Requisiten:  
Bühnenbild:  
Plakat und Programm:  
Maske:  
Beleuchtung:  
Tontechnik:  
Premiere:  1999

 

 

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