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Ganz ohne Weiber

Eine Revue

Leider gehört diese Produktion zu den älteren Arbeiten des KTB, für die uns keine vollständigen Aufführungs- und Besetzungsdaten mehr vorliegen. Stattdessen finden Sie an dieser Stelle einen Text, der für das Programmheft anlässlich unseres Silberjubiläums 1998 geschrieben wurde.

 

 

{phocagallery view=category|categoryid=77|imageid=698|float=left}”Es geht durch die ganze Historie ein Ruf nach Emanzipation, vom Menschen  bis zur Infusorie, überall will das Weib auf den Thron.”

Kein langweiliger Herrenabend sondern “eine Revue mit Chansons und Texten von Männern über und mit Frauen, Miezen, Damen, Vamps und Heimchen, kurz Weibern” sollte es werden. 1985 hatte die Revue “Ganz ohne Weiber” Premiere, aber ich kam erst in der allerletzten Vorstellung 1986 in Hürth dazu. Als Frischling neu beim KTB wurde ich ziemlich schnell ins schauspielerische “kalte Wasser” geworfen, da ein Mitspieler aus beruflichen Gründen ausgerechnet zur letzten Vorstellung der Weiber-Revue nicht zur Verfügung stand. Die Proben waren für alle Mitspieler lästig, weil quasi überflüssig, denn nach x-Vorstellungen saßen für jene jeder Ton und Schritt. Nur für mich war alles neu. Regisseur Uli Zettler übte sich in Geduld und diversen Tröstungen: “Junge, singen kannst du doch, dann klappt das irgendwann auch mit dem Tanzen.”

Endlich kam der Tag der Aufführung im Frankensaal des Bürgerzentrums in Hürth. Eine Bühne wurde schnell aus Dachlatten und schwarzen Lappen zusammengeschustert und ein Dutzend glitzernde Sterne auf der Rückwand bildeten das spärliche, aber aufbaufreundliche Bühnenbild. Verändert wurde es für jede Revuenummer mit beweglichen Requisiten, die von den Mitspielern hinein und wieder hinaus getragen wurden. Auch das war geprobt und jeder Handgriff saß, nur ich war in diese Auf- und Abbaudramaturgie nicht eingearbeitet worden. Die Vorstellung begann und lief wie im Rausch an mir vorbei. Heute kann ich mich nicht mehr an Einzelheiten erinnern. Woran ich mich sehr wohl erinnere, ist das Chaos hinter der Bühne. Kleine Rollen auf der Bühne haben ja den Vorteil, die meiste Zeit hinter der Bühne zu spielen. So verbrachte ich einen großen Teil der Aufführung damit, nicht im Wege zu stehen, was nicht so ganz einfach war, weil hinter der Bühne sämtliche gebrauchten Bühnenteile sofort aus Platzmangel über eine rückseitige Treppe direkt wieder in den  Theater-LKW verladen wurden. Handbemalte Adonisfiguren und Riesenbarock-Bildrahmen standen stichwortbereit in den Vorhanggassen und verließen auf der anderen Seite nach ihrem Einsatz die improvisierte Bühne.

Im Prinzip kam ich genauso auf die Bühne zu meinem Auftritt, halb geschubst und halb gezogen von meinen Mitspielern. Zum Glück war ich dann ebenso schnell wieder draußen. Nervös wie ich war. Aber beim Schlussapplaus musste mich keiner auf die Bühne zerren, das Verbeugen klappte schon ganz gut. Aber das mit dem Tanzen lasse ich lieber, und ehe ich es vergesse, der letzte Satz der Revue lautete:

“Jeder weiß ganz genau, es geht nicht ohne Frau, nein ohne Weib geht es nicht.”

 

 

{tab=Mitwirkende}

 

Titel der Produktion:
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Kostüme und Requisiten:
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Maske:
Beleuchtung:
Tontechnik:
Premiere:

 

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