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Match

von Michel Fermaud

Leider gehört diese Produktion zu den älteren Arbeiten des KTB, für die uns keine vollständigen Aufführungs- und Besetzungsdaten mehr vorliegen. Stattdessen finden Sie an dieser Stelle einen Text, der für das Programmheft anlässlich unseres Silberjubiläums 1998 geschrieben wurde.

 

{phocagallery view=category|categoryid=75|imageid=659|float=left}”Zieh’ Dich aus…!”

Welch ein Auftakt!! Wer nun jedoch glaubte, sich genüsslich einer flotten “Sex-Klamotte” hingeben zu können, sah sich als Zuschauer herb enttäuscht. Die einzigen Aus- und Umzugsorgien in diesen “Szenen einer Fußballer-Ehe” fanden diskret – aber umso turbulenter – hinter den Kulissen statt. Es will gelernt sein – im Halbdunkel und gebeutelt von Lampenfieber – ein doppelzeltähnliches Kleid überzustreifen, das nur aus “Eingängen” und Armlöchern zu bestehen scheint und an dem drei Frauen gleichzeitig herumzerren. Da kann dem Spielpartner bei einem Zwei-Personenstück die Zeit allein auf der Bühne schon mal etwas lang werden. Auch der tiefschürfenste Text läßt sich nicht beliebig strecken! Es darf einem nur nicht vollends die Sprache verschlagen. Selbst dann nicht, wenn man regiegemäß das Bühnenfenster öffnet, verträumt hinausschaut mit den Worten “Ein Wetter – großartig!” und ein Schwall Wasser, der die Textaussage unmissverständlich Lügen straft, die lauschige Szene gnadenlos ertränkt. In solchen Momenten verpuffen Lehrsätze wie “Keine Realität auf der Bühne!” wirkungslos im Raum. Jetzt ist wahre Improvisationskunst gefragt! Aber: In der Derniere (letzte Aufführung eines Stückes) ist – fast – alles erlaubt. Auch der “WM-reife Torschuss” des Hauptdarstellers, der ein Sofakissen so gekonnt auf die oberste Kulissenecke kickte, dass es dort die restliche Spieldauer kleben blieb, wollte “verdaut” sein. Ob die Reaktion der Zuschauer der sportlichen Glanzleistung oder unseren mühsam um Fassung ringenden “entgleisten” Gesichtszügen galt, war nicht eindeutig auszumachen.

Fazit: “Match” war eine Inszenierung, die den beiden Darstellern und der Mannschaft hinter den Kulissen mindestens ebensoviel Vergnügen bereitet hat wie den Zuschauern – auch wenn diese, zumindest bei Gastspielen in der näheren Umgebung, recht spärlich erschienen. Aber getreu unserer Devise “Sobald mehr Zuschauer als Darsteller anwesend sind, wird gespielt!”, begrüßten wir im Luna-Theater, Köln,  4 Zuschauer und den Beleuchter per Handschlag und legten los. Selten war eine Vorstellung gelöster und unbeschwerter.

Und da die letzte Textseite rigoros gestrichen wurde, bekam der Zuschauer den Original-Schlusssatz auch nie zu hören, der da hätte lauten sollen:

“Sag mal, Minon, hast Du nicht auch den Eindruck, dass wir ein ganz klein bisschen … altmodisch sind?”

 

 

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